4. Redtenbacher Jour fixe am Donnerstag,5. Dezember 2019 ab 18.30 Uhr

im TIC (Technology & Innovation Center) Steyr      

 

GEDANKEN ZUM THEMA DER LAUFENDEN DISKUSSION

(Zusammenfassung von Dr. Enrico Savio)

Die Wege und Zuständigkeiten für Veränderung – deren Notwendigkeit weiterhin nicht in Frage gestellt wurden – führten erwartungsgemäß zu differenten Meinungen hinsichtlich Ansatz und Zuständigkeit in unserem letzten Gespräch. Die artikulierten persönlichen – immer auch fragmentarischen Zugänge – entspringen unbestritten der eigenen Lebenswelt, insbesondere jener Lebensweltbereiche, die  reflexiv im Mittelpunkt stehen. Spannungen treten dennoch nicht selten mit den emotional näheren Bereichen wie etwa des familiären auf, wenn es beispielhaft um Zukunft für Generationen, insbesondere der eigenen geht. Gemäß der buddhistischen Weisheit, dass ich so leben sollte, dass die siebte Generation auch noch so gut leben kann. Frei zitiert!

In diesem Sinne wird die Forderung nach der vernünftigen Vernunft erhoben, die zu wirklicher Wirklichkeit führen müsste.

Die „Klassiker“ der Lösungen waren natürlich der Anfang dieses Gesprächsfeldes:

Der erste ist das individuelle ‚guter Wille‘ Modell.  Wenn sich möglichst viele anders beziehungsweise entsprechend verhalten würden, wären die Probleme gelöst. Wie geht das in die Köpfe? Wer macht es freiwillig? Wie ist Einschränkung vermittelbar? Durch die „große Geschichte“ die das Bewusstsein ändert?

Wie kommt man diesbezüglich zur kritischen Masse um einen Tipping Point zu erreichen?

Ein denkbarer Weg wäre eventuell es über vernünftige Wege der Mächtigen!? Bill Gates, Elon Musk, … investieren in Technologien, die zumindest deren Schaden reduzieren oder gar sublimieren.

Ein traditioneller Klassiker ist die Verantwortung der politischen Ebene einzufordern. Die Delegierten, sprich an gewählte Gruppen übertragenen, richtigen Entscheidungen haben von der Politik getroffen zu werden. Wie sind diesbezüglich die infiltrierten Interessen von Belang? Staat hat die vernünftige Vernunft zu liefern und eine ökologische Zivilisation zu betreiben!?

Kommt die subtile Sehnsucht nach autoritären Systemen in punkto Effizienz ins Spiel? Macht es China vor?

Schließlich das ökonomische Dilemma als Lösungsklassiker. Welche Form des Kapitalismus geht sich angesichts der Probleme aus? Wie entflieht man der zerstörerischen Kraft des Kapitalismus? Gibt es eine Überwindung des Konzentrationskapitalismus, der auf demagogischer Dominanz basiert? Wie kommen wir zu einem „gezähmten“ Kapitalismus? Wie geht’s überhaupt mit Kapitalismus?

Dieser Stand unseres Diskurses verlangt wohl nach weiterer Differenzierung und begründender Plausibilität. Im Sinne der Suche nach Lösungswegen die auch die selbst gesetzten Hürden der eigenen kritischen Intelligenz meistern.

Weiterdenken und weiterdisputieren ist wohl vorerst unser Weg?

 

 

3. Redtenbacher Jour fixe am Donnerstag, 7. November 2019 ab 18.30 Uhr

im Technology & Innovation Center Steyr im Stadtgut Steyr

 

GEDANKEN ZUM THEMA DER LAUFENDEN DISKUSSION

Wir sind beim letzten Jour fixe in einem weitgehend persönlichen und durchaus auch selbstkritischen Gespräch zu dem Konsens gekommen, dass die Entwicklung der gegenwärtig „wirtschaftlich - technischen“ Gesellschaft ein sehr kritisches Stadium erreicht hat. Insbesondere die Konzentrationen im global wirtschaftlichen System führt zu Ohnmacht in den Mikrobereichen und bei Individuen. Dennoch stehen hinter Systemen und Konzernen letztendlich  immer auch Einzelpersonen und Einzelinteressen. Die Schere zwischen Sein und Sollen klafft katastrophal auseinander und bedarf der Veränderung.

Ausgehend von dieser Analyse stellt sich die „Frage nach den Wegen der Veränderung“. Diese Wege und Ziele müssen natürlich dem Kriterium der Verallgemeinerbarkeit Stand halten können. Denn Einzelinteressen können letztlich nur dann in einem globalen System argumentiert werden, wenn sie in Summe verträglich und tauglich sind. Wie sieht die Welt aus, in der wir leben wollen, können und/oder müssen? Mit dieser Frage wollen wir uns wieder im konstruktiven Format des „herrschaftsfreien Dialoges“ beschäftigen.

 

 

2. Redtenbacher Jour fixe am Donnerstag, 3. Oktober 2019 ab 18.30 Uhr

 GH Mayr St. Ulrich/Stifter Zimmer

 

GEDANKEN ZUM THEMA DER LAUFENDEN DISKUSSION

 Wir haben bei unserer letzten Vorstandssitzung am 20. September 2019 beschlossen, dass wir die Redtenbacher Jour fixe Termine (jeden ersten Donnerstag im Monat, ab 18.30 Uhr) zukünftig immer unter einen Themenkomplex stellen möchten. Unser Wunsch ist es, dass wir diesen Themenkomplex dann unter Wahrung der Redtenbacher’schen Prinzipien offen diskutieren und unsere jeweiligen Standpunkte austauschen.

Wir wollen prüfen ob wir mit diesem (vorerst internen) Diskussionsformat nicht auch in Zukunft wieder ein öffentliches Veranstaltungsformat begründen können.

 Der Themenkomplex für das nächste Redtenbacher Jour fixe lautet:

„Wie ticken wir – was sind unsere Denkmodelle in der Interpretation von Ökonomie, Weltgeschehen, Technologie usw. Was begründet den Puls unserer aktuellen Zeit und wo bleibt dabei der Mensch?“

Wir bitten alle Teilnehmer am Redtenbacher Jour fixe sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen – dieses Format lebt von aktiver Beteiligung

 

1. Redtenbacher Jour fixe am 6. Juni 2019 ab 18.30 Uhr im Gasthaus Mayr

traf sich eine kleine Runde unseres Vereins zu einem gemütlichen Meinungs- und Gedankenaustausch  

 

Bildung im Wandel beleuchtet durch Experten aus verschiedenen Blickwinkel.

Die Veranstaltung der Redtenbacher Gesellschaft fand am 4. Oktober 2018 im Vortragssaal des Museums Arbeitswelt in Steyr statt. Nach Begrüßung und Einleitung von Univ.Prof Dr. Wilfried Eichlseder, dem Präsidenten der Gesellschaft, begann die Vortragsrunde mit vier Experten. DI Werner Freilinger, Personalchef von SKF Steyr beleuchtete die Veränderungen von der "analogen zur digitalen" Welt. Kritisch sah er die "Nullwert-Information auf manchen Social Media Kanälen" und die Rolle von Bloggern und Influencern. "So manche Youtuber werden zu medialen Heroes ernannt", führte er aus. Hingegen soll man beachten, dass Hirnforscher bemerken, dass bei jungen Menschen Hirnschaltungen anders konzipiert sind.

FH Prof. Mag. Dr. Tanja Jadin von der FH Hagenberg widmete ihre Ausführungen der "digitalen Medienbildung". Als neue Probleme sieht sie das Suchtverhalten, immer online sein zu müssen und die Ablenkung durch die modernen Medien, besonders das Smartphone. Die Filterblase erzeugt "personalisierte Systeme" an Informationskanälen, sodass Beeinflussung einleichts Spiel hat. Für die Medienbildung braucht es bestimmte Kompetenzen, nämlich instrumentellen-qualitativen Umgang oder Fachkenntnis, eine kritisch-reflexive Nutzung, den sozial-verantwortlichen Umgang und die kreative Partizipation.

"Analog oder digital - nein phygital", so betitelte Prof. Mag. Kurt Söser von der HAK Steyr seinen Vortrag. Darin konzentrierte er sich auf die enorme Beschleunigung von Entwicklungen in der Gegenwart. Er fordert in den "21century skills" die vier Fähigkeiten in der sozialen Kompetenz, die er als "4Cs" bezeichnete. Link zur Website und Blog von Kurt Söser http://www.kurtsoeser.at/

"Lernen durch Tun im Da Vinci Makerspace für die Schulen" stellte Mag. Anna Gawin vor. Der Makerspace widmet sich besonders jungen Menschen, die auf der Website https://www.youthhackathon.com/ viele Infos erhalten. "Bevor Bildung kommt, muss Vision sein", so fasst sie kurz ihre Ansicht zusammen. Bei den Youth Hackathon Workshops werden 21st century skills wie Kreativität, Kritisches Denken, Problemlösungskompetenz und Teamarbeit geschult, indem die SchülerInnen spielerisch die Welt des Game und App Designs entdecken.

 

BILDUNG IM WANDEL

EINLADUNG   

DIGITALE TRANSFORMATION: BILDUNG

Am Donnerstag, den 4. Oktober 2018 ab 17.30 Uhr im Museum Arbeitswelt Steyr

 

PROGRAMM

17.30 Uhr: Come Together 

18.00 Uhr: Vorträge und Diskussionen

Begrüßung und Einführung:Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder (Präsident der Redtenbacher Gesellschaft)

„Digitalisierung: Herausforderung für Menschen und Gesellschaft“:  DI Werner Freilinger (SKF Steyr)

„Digitale Medienbildung“: FH-Prof. Mag. Dr. Tanja Jadin (FH Hagenberg)

„Analog oder digital - nein phygital“: Prof. Mag. Kurt Söser (HAK Steyr)

„Bildung im digitalen Zeitalter - Lernen   durch Tun - DaVinciLab Makerspaces für  die Schulen“  Mag. Anna Gawin (DaVinciLab Wien) 

Diskussion & Publikumsfragen 

Moderation: Prof. DI Dr. Franz Reithuber (HTL Steyr)

 

Die Redtenbacher Gesellschaft lädt am Donnerstag, 4. Oktober ab 17:30 Uhr zur Veranstaltung „Digitale Transformation: Bildung“ ins Museum Arbeitswelt Steyr ein.

 

Ganz im Zeichen von Ferdinand Jakob Redtenbacher, der als Vordenker das Fachschulsystem im Maschinenbau revolutioniert hat, sind auch wir gefordert, das Schulsystem aufgrund der digitalen Transformationen neu zu überdenken. Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft in einer enormen Geschwindigkeit und Breite. Um den Wandel im Zuge der zunehmenden Digitalisierung erfolgreich bewältigen zu können, spielen die Bereiche Bildung sowie Forschung und Entwicklung bzw. Innovation eine zentrale Rolle in der Entwicklung, Anwendung und Nutzbarmachung der neuen Technologien. Die digitale Transformation fordert vom Bildungssektor Antworten auf den Umgang mit der digitalen Kluft und dem digitalen Generationenkonflikt.  Medienkompetenz, wie etwa das Wissen über die Anwendung neuer Technologien und über die gesellschaftlichen Auswirkungen, rechtlichen Rahmenbedingungen (Urheberrecht, Datenschutz) und Sicherheitsaspekte sind unumgänglich. Die Digitalisierung verändert die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationen und erforderlichen Kompetenzprofile. Vollkommen neue Berufe entstehen. Es bedarf einer Adaption und stetigen Überprüfung der Bildungsinhalte an die sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes durch die Digitalisierung.

 

 

Anmeldung:

Web: www.tic-steyr.at/aktuelles/events/digitale-transformation-bildung

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,

Telefon: 07252 220 100

 

 

 

Der 2. Vortrag der Redtenbacher-Gesellschaft fand am Mittwoch, den 29. März 2017 zwischen 19 - 20.30 Uhr in der Stadtbücherei "Marlen Haushofer" in Steyr statt.

WELCHER WOHLSTAND IST ZUKUNFTSFÄHIG? 

     

Vortragender: Mag. Hans Holzinger, Buchautor und Wissenschafter an der Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg. Er ist Autor des Buches "Von nichts zu viel - für alle genug", worin er Zukunftspfade für ein anderes Wirtschaften entwirft, die er im Vortrag auch vorstellte. Als "Nachhaltigkeitsexperte" gab er Befunde und Ausblicke für einen zukunftsfähigen Wohlstand. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Entwicklung von neuen Wohlstandsmodellen, Modelle für die Zukunft der Arbeit, der sozialen Sicherung und der globalen Gerechtigkeit.

Einige Zitate aus den Ausführungen des Vortrags:

"Wir leben sozial und kulturelle unter unserem Niveau"

"Die Navajos kommen mit 36 Gegenständen in ihrem Leben aus. Wir haben 100.000 Gegenstände. Von vielen können wir uns trennen. Denn wir sollen uns die Frage stellen, was wir wenigstens einmal pro Woche berühren."

"Ein Paradigmenwechsel ist notwendig, was unser Wirtschaften betrifft."

Unser materieller Wohlstand hat uns viele Annehmlichkeiten beschert und den Aufbau sozialer Sicherungssysteme ermöglicht. Doch das Erfolgsmodell hat Schattenseiten. Unser Konsumstil ist ökologisch desaströs und nicht nachhaltig. "Der Sieg des Kapitals" ist eine Tatsache. Die Messgröße BIP, das in den Statistiken maßgeblich verwendet wird, sollte durch das von deutschen Forschern entwickelte "Wohlstands-Quintett" erweitert werden. Dabei werden auch Werte der Lebenszufriedenheit und des Energieverbrauchs zur Darstellung von Ländern verwendet.  Für die Zukunft fordert der Referent von den Verantwortlichen der Gesellschaft eine Form des "anderen Fortschritts", wo Lebensqualität und faire Verteilung des Erwirtschafteten im Mittelpunkt stehen. Es soll eine Kultur der Nähe und eine Kultur des Genug sein.

   

 

 

 

Download der Einladung als pdf

 

                          

                 aktueller Buchtitel und Porträt des Autors von der Website https://hans-holzinger.org/

 

Vortragsreihe der Redtenbacher Gesellschaft:

Mittwoch, 29. März 2017

Um 19 Uhr

Ort: Stadtbücherei Steyr

Welcher Wohlstand ist zukunftsfähig?


Mag. Hans Holzinger, Wiss. Mitarbeiter an der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg.

 

Der Referent ist Autor des Buches "Von nichts zu viel - für alle genug". Er entwirft Zukunftspfade für ein anderes Wirtschaften.  Leseprobe aus dem Buch (Link)

Interessante Hintergründe über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft finden sich auf dem Blog von Mag. Hans Holzinger https://neuerwohlstand.wordpress.com/  und auf der persönlichen Website des Autors https://hans-holzinger.org/

 

https://neuerwohlstand.wordpress.com/2016/07/07/von-nichts-zu-viel/



 

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